Dreyer verhindert Spannung

Fritzlar. So ist das mit Auftaktspielen. Wenn der Meisterschaftsanwärter unter seinen Möglichkeiten bleibt. Wenn ein Aufsteiger frech dagegen hält. Und wenn der Favorit am Ende einfach nur froh ist, gewonnen zu haben. „Da ist Luft nach oben“, sagte Trainerin Viktoria Marquardt. Wohlwissend, dass sich das 24:15 (13:8) ihres SV Germania Fritzlar in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen gegen die HSG Plesse-Hardenberg eindeutiger anhört, als es war.

Es gab viel Widerstand: Franziska Chmurski (hier gehalten von Plesse-Hardenbergs Devi Chiara Hille), die ein anständiges Debüt gab, und der SV Germania Fritzlar feierten zum Auftakt einen Arbeitssieg. Foto: Hahn

Denn der Neuling aus Niedersachsen erwies sich als ein härterer Gegner als erwartet. Das Team von Coach Tim Becker begann unaufgeregt und defensivstark. Mit der Folge, dass die HSG durch Treffer von Kreisläuferin Isabel Marienfeld, Abwehrchefin Maike Rombach und Vorkämpferin Marilena Henne mit 3:1 führte (7.).

„Wir haben mutig dagegengehalten“, freute sich Becker über die ersten Minuten der HSG als Drittligist. Fritzlar hingegen fehlte die Kaltschnäuzigkeit. Vilte Duknauskaite verwarf (1.), Franziska Chmurski scheiterte an Torfrau Carolin Menn (3.), ehe wiederum Duknauskaite nur den Querbalken traf (5.). Das war der erste von neun Würfen, die an Pfosten oder Latte gingen. „Da müssen wir dran arbeiten. Ein stärkerer Gegner hätte unsere Schwächen ausgenutzt“, haderte Marquardt.

100 Sekunden brauchte ihr Team, um den Arbeitssieg auf den Weg zu bringen. Drei Siebenmeter waren’s, die Bibiana Huck gewohnt sicher verwandelte und den SVG mit 5:3 in Führung warf (11.). Neuzugang Franziska Chmurski und nach einem Jahr Verletzungspause gleich in der Anfangsformation Kreisläuferin Lorena Lorenz (2) holten die Siebenmeter heraus. „Dabei und bei den Zeitstrafen war Fritzlar cleverer. Da müssen wir noch lernen“, wusste Becker einen Unterschied im vermeintlich ungleichen Duell auszumachen.

Aufseiten des SVG wurde die Leistung erst langsam besser. Dafür verantwortlich vor allem die Hereinnahme von Janina Dreyer. Die Halblinke führte sich mit drei Treffern in Serie zum 11:7 (26.) gut ein. „Ein Lichtblick“, lobte die Trainerin. Ansonsten verhinderten einige Unkonzentriertheiten, dass die Niedersächsinnen nun stets einem Rückstand hinterherliefen. Gleichwohl änderte sich an dem Abstand zur Pause (13:8) und danach über 14:10 (36.) und 17:13 (49.) wenig. Als Knackpunkt machte Tim Becker die Phase dazwischen aus, in der Huck und Xenia Ahrend für die Germania erfolgreich waren und sein Team sich unnötige Ballverluste leistete.

Das rächte sich, denn in der Schlussphase schlossen die Gastgeber zielstrebiger ab. Angeführt von Janina Dreyer, die besonders sehenswert zum 21:14 in den Winkel traf (54.), und mit Chmurski dem zweiten Lichtblick fiel der Arbeitssieg doch noch klarer aus als er war. • Fritzlar: Maier (11 P./14 GT), Gürbig - Dietrich 2, Huck 6/3, Ahrend 2/1, Puntschuh 1, Lorenz 1, Horn 1, Duknauskaite, Dreyer 7, Kiwa, Chmurski 4. Plesse-Hardenberg: Menn (5/19), Röhrs (1/5, ab 52./bei einem 7 m) - Bühn, Hemke 1, Rombach 4, Schob, Henne 4, Hille 1, Marienfeld 2, Strahlke 1, Breiding, Kurzbuch 2, Al Najem, Kunze. SR: Bendel/Schulte-Coerne. Z: 250. Siebenmeter: 6/4:0. Zeitstrafen: 4:10 Minuten.

Von Sebastian Schmidt (hna.de 17.09.2017)

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