Fritzlar gewinnt Spitzenspiel dank Abwehrleistung - SVG-Angriff mit Problemen

Fritzlar. In der 55. Minute drohte die Partie zu kippen. Nachdem Ober-Eschbachs Juliane Grauer zum 16:17-Anschluss getroffen hatte, bot sich dem Gast durch Lisa Lichtlein die Gelegenheit zur Wende.

Machte in der Schlussphase alles klar: die Fritzlarerin Esther Meyfarth (r.) , die hier Lisa Lichtlein (Ober Eschbach) entwischt und einen ihrer fünf Treffer erzielt. © Hahn

„Den Grundstein haben wir in der Abwehr gelegt“, freute sich Doch die Linksaußen scheiterte zweimal völlig frei an Torhüterin Vanessa Maier. Während im Gegenzug Vilte Duknauskaite und Esther Meyfarth den 21:17 (10:8)-Erfolg der SV Germania Fritzlar im Spitzenspiel der 3. Liga Ost klar machten. Spielmacherin Meyfarth. Dabei hatte SVG-Trainerin Viktoria Marquardt hier für eine Überraschung gesorgt und statt der etablierten 6:0-Deckung mit einer 5:1-Formation aufgewartet, in der Vilte Duknauskaite als Vorgezogene agierte. „Sie hat das überragend gemacht“, lobte Marquardt den Neuzugang.

Weniger Spaß hatten die Gäste. Der Aufstiegsaspirant verzweifelte regelrecht an der SVG-Defensive. Erst nach zehn Minuten gelang Linksaußen Lichtlein beim 1:3 der erste Treffer. Vor allem der Rückraum um Grauer und die Ex-Kirchhoferin Andrea Mertens agierte blass. Die Südhessinnen blieben allerdings in Reichweite, weil sich die Germania im Angriff nicht für ihre starke Abwehrarbeit belohnte. Zu häufig liefen sich Duknauskaite und Franziska Chmurski, die die früh mit zwei Zeitstrafen belastete Melina Horn ersetzte, in der 6:0-Deckung der TSG fest.

„Wir haben zu wenig Druck erzeugt. Uns fehlte die Durchschlagskraft“, erklärte Meyfarth, während ihre Trainerin 40 Fehlwürfe gezählt hatte: „So kannst du eigentlich kein Spiel gewinnen.“

Dass es der Germania doch gelang, war der konstant starken Defensivleistung zu verdanken. Und der überragenden Maier. So lag das Team von Trainer Jankovic nur beim 13:12 (48.) durch Lichtlein in Führung. Dann belebte die Hereinnahme von Horn den SVG-Angriff wieder, die zusammen mit Meyfarth (2) die Partie zum 15:13 (52.) drehte. Allerdings verpassten es die Gastgeberinnen, nach Hucks Treffer zum 17:14 (54.) alles klar zu machen. Also musste Torfrau Maier nochmal ran. • Fritzlar: Maier (1.-60. Min., 19 Paraden/21 Gegentore), Gürbig;- Dietrich 1, Holeczy 1, Huck 6/5, Ahrend, Puntschuh 3, Lorenz, Horn 2, Meyfarth 5, Duknauskaite 3, Dreyer, Kiwa, Chmurski. Ober Eschbach: Naß (1.-54., 7/16), Baranowska (54.-60., und bei zwei 7m, 3/5); Schwiering 3, Bils, Lichtlein 4/2, Zsigmond, Özer, Grauer 4, Pfeil, Mertens 1, Szymanska 2, Orban 1, Fesdorf 2. Siebenmeter: 5/5:2/2. Zeitstrafen: 10:10-Minuten. SR: Heine/Standke (Braunschweig/Friedland). Zuschauer: 250.

Von Marcel Glaser // hna.de 04.10.2017

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