Kerwin behält die Nerven

Kleenheim. Spannung bis in die Schlusssekunden. Lena Kerwin sorgte bei ihrem Comeback nach langer Verletzungspause für Jubel bei den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Die Rechtsaußen blieb cool und erzielte Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Treffer zum 22:21-(9:9)-Erfolg bei der SG Kleenheim. Die Gastgeberinnen kassierten damit ihre erste Saisonniederlage, während die Germania nach dem dritten Sieg in Folge auf den zweiten Tabellenplatz kletterte.

Lena Kerwin (Archivfoto Hahn)

„Es war ein enges Spiel mit vielen Fehlern. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen“, sagte SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Die Mittelhessen, bei denen Julian Reusch sein Trainerdebüt gab, erwischten jedoch den besseren Start, woran auch ein gehaltener Siebenmeter von Lea Gürbig nichts änderte. Angetrieben von der starken Spielmacherin Nina Hess und der torgefährlichen Halblinken Tamara Heinzelmann, die zusammen 17 der 21 Kleenheimer Treffer erzielten, führten die Gastgeberinnen 5:3 (13.) und 6:4 (15.), bevor die Germania nach einer Auszeit von SVG-Coach Marquardt besser ins Spiel fand.

Neben Vilte Duknauskaite, die vor allem aus der zweiten Reihe für Torgefahr sorgte, wusste dabei vor allem Neuzugang Franziska Chmurski zu gefallen. Die Spielmacherin musste die überragende Esther Meyfarth ersetzen, die nach einem Schlag auf die Lippe zunächst behandelt werden musste. „Sie hat sich tadellos eingefügt, war torgefährlich und hat ihre Mitspielerinnen gut in Szene gesetzt“, lobte Marquardt. Als die Regisseurin zum 9:8 (25.) traf, hatte die Germania die Partie gedreht.

Allerdings vermochten sich die Domstädterinnen nicht weiter abzusetzen. Zwar erspielte sich die Germania – angeführt von der zurückgekehrten Meyfarth – zwischenzeitlich beim 15:13 (42.) und 20:18 (51.) eine knappe Führung, die die Gäste jedoch immer wieder egalisierten. Auch, weil Fritzlar beste Chancen ungenutzt ließ und von den Außenpositionen kaum Torgefahr ausstrahlte. Erst Kerwin sorgte für die Entscheidung.

Die Grundlage für den vierten Saisonsieg legte die Germania abermals in der Abwehr. Hier hatte die 6:0-Formation die starke Kreisläuferin Katharina Wagner, der nur ein Treffer gelang, vollkommen im Griff. Zudem zeigte Vanessa Maier im Tor erneut eine starke Leistung. „Ich bin sehr stolz, wir haben in der Abwehr überragend gearbeitet“, freute sich Marquardt. • Fritzlar: Maier, Gürbig - Dietrich, Huck 3/3, Ahrend, Puntschuh, Lorenz, Horn 2, Kerwin 1, Meyfarth 8, Duknauskaite 5, Dreyer, Chmurski 3. Siebenmeter: 8/9: 3/3. Zeitstrafen: 4:8 Minuten. (mgx) hna.de 22.10.2017

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