SV Germania Fritzlar 1976 e.V.

Fischers toller Abschied


3. Liga Ost: Fritzlar beim 30:20 ohne Probleme gegen Bayreuth

Fritzlar. „Das war ein versöhnlicher Saisonabschluss“, zeigte sich Germania-Coach Viktoria Marquardt nach dem ungefährdeten 30:20 (12:7)-Erfolg gegen die schon feststehenden Absteigerinnen des HaSpo Bayreuth in der 3. Handball-Liga Ost zufrieden.
Mit dem klaren Erfolg krönten die Domstädterinnen ihre starke Rückrunde, in der sie nur zweimal Punkte abgeben mussten.
Zu Beginn taten sich die Domstädterinnen schwer gegen die unkonventionelle Abwehr des Tabellenletzten. „Wir haben versucht, ihren Spielaufbau zu stören und ihre starken Rückraumschützinnen zu ärgern“, erklärte HaSpo-Trainerin Michaela Lehnert die Deckung, bei der die Verteidigerinnen immer wieder sehr weit auf die ballführenden Angreiferinnen rauskamen und diese direkt angingen. Das zeigte zu Beginn auch Wirkung. „Wir haben den Ball nicht schnell genug laufen lassen, sodass in unserem Angriff der Druck gefehlt hat“, erklärte Marquardt.
Immer wieder wurden Xenia Ahrend und Janina Dreyer im Fritzlarer Rückraum festgemacht oder zu schlechten Abschlüssen gezwungen. Da die Gäste jedoch selbst kaum ein Mittel gegen die starke 6:0-Abwehr der Gastgeberinnen fanden, setzte sich Fritzlar trotzdem weiter ab.


Einzig Bayreuths Top-Torjägerin Jana Lichtscheidel (8 Tore) konnte den starken SVG-Mittelblock mit Esther Meyfahrt und Melina Horn einige Male überwinden. So setzte sich Fritzlar schon in der ersten Hälfte vorentscheidend über 5:2 (12.) und 10:4(24.) auf 12:7 ab. Auch nach dem Wiederanpfiff änderte sich nichts an den klaren Kräfteverhältnissen, allerdings wurde das Fritzlarer Spiel nun etwas flüssiger. „Wir haben den Ball besser laufen lassen und so mehr Räume geschaffen,“ lobte SVG-Trainerin Marquardt. Diese Räume wusste vor allem Kreisläuferin Johanna Fischer zu nutzen. In ihrem letzten Spiel für die Domstädterinnen setzten Sie sich immer wieder am Kreis durch und kam am Ende auf fünf Tore. Neben ihr wurde auch Torhüterin Nilla Oross verabschiedet.

Nicht zu stoppen: Fritzlars Johanna Fischer (links) setzte sich am Kreis gegen Bayreuths Laura Brahm (rechts) durch.

SVG: Maier, Gürbig(1.-60. Minute, 12 Paraden/20 Gegentore) - Dietrich 3, Holeczy, Huck, Fischer 5, Ahrend 4/3, Werner, Lorenz 1, Horn 6, Kerwin 5/1, Meyfahrt 4, Dreyer 2.
HaSpo: Bauer (1.-45. 6/22), Benz (45.-60. 4/8) - Dörfler, Hellriegel 4, Lindner, Kierling 2, Hall 2, Fischer, Lichtscheidel 8/4, Brahm, Friedrich, Renner 3, Glowienka 1. SR: Baumann/Dauth (Mittelrhein). Z: 250. Zeitstrafen: 4:12 Minuten. Siebenmeter: 4/8:4/5.

Von Moritz Minhöfer HNA Online vom 30.04.17

Duknauskaite nach Fritzlar

Mit Blumen begrüßt: SVG-Vorsitzender Heinz Huth (l.) und Trainerin Viktoria Marquardt freuen sich über Neuzugang Vilte Duknauskaite. Foto: Hahn

Fritzlar. Der erste Fritzlarer Neuzugang für die nächste Saison ist schon unter Dach und Fach. Und was für einer! Vilte Duknauskaite wechselt nach der laufenden Spielzeit vom Oberligisten TSV Eintracht Böddiger zur Germania. „Ich wollte unbedingt nochmal 3. Liga spielen“, begründet die 28-jährige Rückraumspielerin ihren Schritt.

Dabei trifft sie in der Domstadt auf einige alte Bekannte. Melina Horn, Esther Meyfarth und Bibiana Huck etwa, mit denen die gebürtige Litauerin einst das Handball-Internat der HSG Bad Wildungen besuchte (ab 2004) und wo sie zu einer Zweitliga-Spielerin reifte.

Alte Bekannte

2009 wechselte die Torjägerin zur SG 09 Kirchhof, mit der sie in die 2. Liga aufstieg. Und wo sie zusammen mit der damaligen Kreisläuferin Viktoria Marquardt spielte, ihrer zukünftigen Trainerin. Die freut sich auf ihre ehemalige Mannschaftskameradin. „Sie ist meine Wunschspielerin“, erklärt die SVG-Verantwortliche. Warum? „Weil sie unseren Mittelblock stabilisieren wird, weil sie unseren Rückraum mehr Torgefahr und Durchschlagskraft verleiht und weil sie auch als Typ gut in die Mannschaft passt.“

Die Übungsleiterin selbst, die die Mannschaft vor der laufenden Spielzeit übernahm, steht bezüglich ihrer eigenen Vertragsverlängerung in „guten Verhandlungen“. Und wird wohl in ihre zweite Saison als Fritzlarer Chefin auf der Bank gehen.

Über Duknauskaite hinaus soll der aktuelle Kader „noch breiter aufgestellt werden.“ Dank Verstärkungen, die auch die Qualität der Mannschaft verbessern. Wie die Noch-Böddigerin, die sich hinsichtlich der eigenen Ambitionen bescheiden zurück hält: „Ich will erstmal in die Mannschaft finden und mit dieser dann gemeinsam Erfolge feiern.“ (ohm)

hna.de 02.02.2017

Maier und 6:0-Abwehr nicht zu überwinden

Fritzlar. „Das war genau die Reaktion, die ich nach dem Derby erwartet habe“, freute sich Viktoria Marquardt, Trainerin des Handball-Drittligisten SV Germania Fritzlar. Und meinte damit den überzeugenden 33:21 (13:8)-Erfolg ihrer Mannschaft gegen den Berliner TSC, durch den die Domstädterinnen auf den vierten Tabellenplatz kletterten.

Volle Konzentration: Germania Fritzlars Linkshänderin Bibiana Huck trug sieben Treffer zum 33:21-Erfolg gegen den Berliner TSC bei. Foto: Hahn

„Wir haben endlich gezeigt, was wir können. Und sind mit Tempo in die Lücken gestoßen“, erklärte SVG-Außen Lena Dietrich das Erfolgsrezept. Grundlage des fünften Fritzlarer Saisonsieges war daneben eine überzeugende Leistung der 6:0-Deckung mit Melina Horn und Esther Meyfarth im Mittelblock. Hinter der SVG-Torhüterin Vanessa Maier zu großer Form auflief. „Wir haben eine gute, aggressive und kompakte Abwehr gespielt. Das hat uns zuletzt gefehlt“, erklärte Marquardt.

Das 1:0 durch Berlins Spielmacherin Franziska Chmurski sollte die einzige Führung der Gäste bleiben. Denn nach dem 2:2 (5.) zog die Germania, bei der Xenia Ahrend auf der Mitte und Esther Meyfarth im linken Rückraum agierten, dank der Gegenstoßtore von Dietrich und Lena Kerwin früh auf 7:2 (14.) davon. Dabei hätte die Führung durchaus höher ausfallen können, ließen die Domstädterinnen doch einige gute Torchancen ungenutzt.

Berlin hingegen kam aus dem Positionsangriff kaum zum Torwurf, weil Johanna Fischer TSC-Torjägerin Ann-Catrin Höbbel im Griff hatte und dem Rückraum mit Chmurski und Josephin Keßler gegen die aggressive Abwehr der Germania nur wenig einfiel. Erst mit der Hereinnahme von Spielmacherin Caroline Hoth lief es bei den Gästen etwas besser. Zu mehr als dem Treffer zum 6:9 (22.) reichte es aber nicht. Bis zur Pause zogen die Domstädterinnen auf 13:8 davon.

Um sich nach Wiederanpfiff noch einmal zu steigern. Gerade einmal zwei Tore gelangen den Hauptstädterinnen bis zur 49. Minute (24:12). Die Germania war zu diesem Zeitpunkt schon entscheidend enteilt, weil Dietrich und Bibiana Huck den Vorsprung per Gegenstoß weiter ausbauten. Ahrend führte auf der Mitte klug Regie führte, strahlte aber auch selber Torgefahr aus und übernahm in schwierigen Situationen Verantwortung. So zum Beispiel, als die Regisseurin in Unterzahl die bundesliga-erfahrene Linkshänderin Anja Ziemer im Eins-gegen-Eins narrte und zum 28:18 (57.) traf. „Sie hat überragend gespielt“ freute sich SVG-Trainerin Marquardt, „aber insgesamt war es eine super Mannschaftsleistung.“ Die gilt es nun zu konservieren, fordert auch Dietrich: „Dann können wir auch mal wieder einen Favoriten ärgern.“ • SVG: Maier (1.-49. Min., 19 Paraden/12 Gegentore), Oross (49.-50., und bei einem Siebenmeter, 3/9) - Dietrich 8, Huck 7/2, Fischer 1, Ahrend 4/1, Puntschuh 1, Horn 4, Kerwin 3, Meyfarth 3, Dreyer 2. Berliner TSC: Meyer (1.-48.,16/24), Skrzypczak (48.-60., 3/9) - Benisch 3, Keßler 1, Höbbel 5/5, Meyer, Schnitzer 1, Ziemer 4, Roscher, Grätz 2, Hoth, Goldhagen 2, Förster, Chmurski 3. Siebenmeter: 3/6:5/6. Zeitstrafen: 4:2 Minuten. SR: Fuß/Olsok (Leipzig). Zuschauer: 275.

Von Marcel Glaser (hna.de 13.11.2016)

Fritzlar verschläft Start

Markranstädt. Die Aufholjagd kam zu spät. Mit 24:26 (11:16) unterlagen die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar nach einer schwachen ersten Halbzeit beim starken Liganeuling SC Markranstädt und kassierten damit die erste Saisonniederlage in der 3. Liga Ost.

Melina Horns Doppelschlag zum 2:1 (4.) markierte die einzige Germania-Führung in der gesamten Partie. Denn fortan bestimmten die Gastgeberinnen das Spiel und zogen über 4:2 (8.) und 7:3 (14.) bis auf 13:6 (25.) davon. Besonders die flinke Linksaußen Vivien Walzel sowie SCM-Spielmacherin Thea Schwarz waren von der SVG-Defensive zunächst nicht in den Griff zu bekommen. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren“, ärgerte sich SVG-Trainerin Viktoria Marquardt, „denn wir haben zu wenig Druck auf die Abwehr gemacht, die sicheren Torchancen nicht genutzt und waren in manchen Situationen einfach zu hektisch.“

Erst gegen Ende der ersten Hälfte fanden die Domstädterinnen, die nur über eine Auswechselspielerin verfügten und bei denen zudem noch Vanessa Maier (Übelkeit) ausfiel, besser in die Partie. Rechtsaußen Lena Kerwin (2) und Johanna Fischer verkürzten bis zur Pause noch auf 11:16.

Nach Wiederanpfiff steigerten sich die SVG-Handballerinnen. „Wir haben nicht schön, abereffektiv gespielt, sind endlich mit Druck auf das Tor gegangen und in die Nahtstellen gestoßen“, erklärte Marquardt. Nach einem Doppelschlag von Horn und einem Treffer von Fischer war die Germania beim 14:17 (35.) wieder auf Tuchfühlung. Beim 19:23 durch Fischer (54.) drohte die Partie zu kippen. Denn SCM-Regisseurin Schwarz sah nach ihrer dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Was Esther Meyfarth, Lena Dietrich und Fischer nutzten, um auf 24:22 (57.) zu verkürzen, während SCM-Torjägerin Jasmin Helen Müller einen Siebenmeter gegen Nilla Oross vergab.

Hannah Puntschuh gelang vom Kreis der Anschlusstreffer zum 24:25 (60.). Die verbleibenden 30 Sekunden spielten die Gastgeberinnen jedoch clever herunter. Kreisläuferin Vicky Schütze erzielte mit der Schlusssirene den 26:24-Endstand. „Ich bin stolz, dass wir gekämpft haben. Aber wir hatten zu wenig Wechselmöglichkeiten, während Markranstädt auf allen Positionen ausgeglichen besetzt war“, fand die SVG-Trainerin. • SVG: Oross - Dietrich 2, Huck 2/1, Fischer 6, Ahrend, Puntschuh 2, Horn 6, Kerwin 2, Meyfarth 4. (mgx)

hna.de 25.09.2016

Marquardt-Sieben bei starkem Neuling

Fritzlar/Markranstädt. Den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar bleibt nicht viel Zeit, den ersten Heimsieg zu bejubeln. Am Samstag (19 Uhr) erwartet die Domstädterinnen beim Liganeuling SC Markranstädt ein erster Härtetest.

Denn die Sachsen sind kein normaler Aufsteiger. Selbstbewusst hat das Trainergespann Michael Zita und Robert Flämmlich eine Platzierung zwischen Rang eins und fünf als Saisonziel ausgegeben. Angesichts des hochkarätig besetzten Kaders keine unrealistische Vorgabe.

Das Tor des SCM hütet die 32-Jahre alte ehemalige polnische Nationaltorhüterin Patrycja Mikszto, im Rückraum wechseln sich die 80-fache litauische Nationalspielerin Jurate Kiskyte, die ehemalige slowakische Nationalspielerin Simona Pilekova, die bereits über Erfahrung aus der Bundesliga und Champions League verfügt, sowie Jasmin Helen Müller, Lisa Loehnig und Krystyna Kowazeska ab. Auf den Flügeln sind Jana Fokasova, Vivien Walzel und Kim Brettschneider gesetzt. Als Kreisläuferin fungiert die Ex-Marienbergerin Vicky Schütze, die 2010 Polizei-Europameisterin wurde.

Angesichts dieser Besetzung überrascht es, dass der Neuling zum Auftakt bei Bad Salzuflen mit 24:29 verlor. SVG-Trainerin Viktoria Marquardt rechnet daher mit einem hochmotiviertem Gegner, der sich in seinem ersten Heimspiel vor den eigenen Zuschauern beweisen will. Dabei muss die Germania auf die reaktivierte Laura Denecke (Klassenfahrt) verzichten. „Wir wollen einen guten Start hinlegen und müssen von Anfang an da sein. Das war gegen Frankfurt noch nicht der Fall“, erklärt Marquardt. Gegen die Gastgeber, die in der Abwehr zwischen einer 3:2:1 und einer defensiven 6:0-Formation wechseln, wird im Angriff erneut Xenia Ahrend ihre Chance bekommen. „Sie hat das gegen Frankfurt gut gemacht, aber noch Luft nach oben“, lobt Marquardt die 21-Jährige. Daneben müssen in der Offensive erneut Esther Meyfarth und Melina Horn Verantwortung übernehmen. Verbesserungsbedarf besteht zudem noch im Umschaltspiel nach vorne. (mgx) Foto: Hahn/nh (hna.de 22.09.2016)

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