SV Germania Fritzlar 1976 e.V.

Rückschlag für SVG

Fritzlar. Am Ende verpuffte auch der letzte Impuls wirkungslos. Als Fritzlars Torhüterin Vanessa Maier beim Stand von 20:21 (59.) erst einen Siebenmeter und dann auch den Nachwurf der Mainzerin Julia Veeck parierte, hätte der heimische Handball-Drittligist die Partie gegen die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim drehen können. Doch die Domstädterinnen ließen auch diese Chance ungenutzt, während im Gegenzug Kreisläuferin Michelle Chwalek zum 22:20 (12:11)-Endstand traf.

Auf und davon: Fritzlars Xenia Ahrend (am Ball) lässt in dieser Szene die Mainzerin Michelle Chwalek stehen und erzielt einen ihrer drei Treffer. Foto: Hahn

„Wir haben verdient gewonnen. Fritzlar ist mit unserer offensiven Abwehr nicht zurecht gekommen“, freute sich Gäste-Trainer Christian Grezelachowski. Viktoria Marquardt hingegen war von ihrer Mannschaft enttäuscht. „Wenn man nur 20 Tore wirft, kann man kein Spiel gewinnen. Unsere Aufstiegsträume sind nicht realisierbar.“ Die Fritzlarer Übungsleiterin zeigte sich allerdings auch selbstkritisch. „Ich nehme die Niederlage auf meine Kappe. Es war falsch, Franziska Chmurski draußen zu lassen.“ Die SVG-Spielmacherin gehörte aus disziplinarischen Gründen gegen Mainz nicht zum Kader und hätte dem harmlosen Angriff sicher mehr Kreativität verleihen können.

Denn die Partie verlor Fritzlar in der Offensive. „Wir haben ohne Emotionen gespielt. Im Angriff hat uns die Geschwindigkeit gefehlt“, bekannte Marquardt. Zu Beginn sorgten Xenia Ahrend und Esther Meyfarth für Torgefahr, dann aber unterliefen den Domstädterinnen einfache technische Fehler, die der Gast per Gegenstoß bestrafte. Aus dem Rückraum kam zu wenig Druck, vor allem Vilte Duknauskaite und Melina Horn blieben blass.

Erst nach der Pause zogen die Gäste – angetrieben von der überragenden Regisseurin Katharina Mack – auf 17:13 (39.) davon. „Uns hat solch eine Spielerin gefehlt, die Verantwortung übernimmt“, bemängelte Marquardt.

Die Germania kam zurück und war nach einem Doppelschlag von Linksaußen Lena Dietrich beim 17:18 (47.) wieder dran. In der Schlussphase war es die Halblinke Maria Kiwa, die mit zwei Toren aus dem Rückraum noch einmal Hoffnungen auf einen Punktgewinn schürte. Bevor die SVG-Handballerinnen nach Maiers Doppelparade auch die letzte Möglichkeit zur Wende ungenutzt verstreichen ließen. • Fritzlar; Maier (1.-43., und bei einem Siebenmeter, 11 Paraden/17 Gegentore), Gürbig (43.-60., und bei zwei Siebenmetern, 6/5) - Dietrich 2, Holeczy, Huck 4/4, Ahrend 3, Puntschuh 2, Lorenz, Horn 2, Kerwin, Meyfarth 4, Duknauskaite 1, Dreyer, Kiwa 2. Mainz: Gerken, Schlesinger (1.-60., 14/20) - Schmitt 1, Veeck 2/2, Mack 9/4, Bach 4, Dold 2, Dankwardt, Chwalek 2, Dingeldein 2, Kahnert, Kleinjung. SR: Cesnik/Konrad (Gummersbach). Zuschauer: 200. Siebenmeter: 4/5:6/8. Zeitstrafen: 2:2 Minuten.

Von Marcel Glaser hna.de 26.11.2017

40 Minuten lief es rund

Fritzlar. Die Ansage der Trainerin wurde erhört, die Forderung nach einer klaren Leistungssteigerung im Angriff erfüllt. Zumindest 40 Minuten lang. Das reichte für die Schützlinge von Viktoria Marquardt, um beim 26:25 (16:11) gegen den SC Markranstädt im siebten Saisonspiel der 3. Handball-Liga Ost den sechsten Sieg zu feiern, womit der SV Germania Fritzlar Tabellenführer Gedern/Nidda auf den Fersen bleibt.

 

Am Kreis kaum zu halten: die Fritzlarerin Lorena Lorenz (vorn), die hier Lena Smolik (Markranstädt) versetzt und einen ihrer drei Treffer erzielt. Foto: Hahn


„In der ersten Hälfte war‘s in der Offensive unsere beste Saisonleistung“, konnte die SVG-Trainerin mit Fug und Recht konstatieren. Denn: Ihre Mannschaft strahlte von jeder Position Torgefahr aus, zerlegte geradezu die 3:2:1-Deckung des Gastes, „der schließlich nicht mehr wusste, wen er von uns offensiver angehen musste“ (Marquardt). Denn alle trafen, vorzüglich eingesetzt von einer spielfreudigen Esther Meyfarth. „Der Knoten ist geplatzt“, atmete auch die umsichtige Regisseurin auf.

Die 26-Jährige selbst ließ sich nicht lumpen, markierte den Treffer zum 14:9 (25.), als ihre Mannschaft in Unterzahl war und sie selbst kurz gedeckt wurde und in die Nahwurfzone auswich. Dort hatte Rückraumkollegin Franziska Chmurski mit ihrem Auflösen an den Kreis für den nötigen Raum gesorgt. Eine von vielen ausgeklügelten Varianten, um dem durchaus bissigen Tabellenachten weh zu tun. Zur verlässlichen ersten und zweiten Welle gesellten sich erfolgreiche Abschlüsse aus der zweiten Reihe von Melina Horn und Vilte Duknaukaite, weiterhin war Lorena Lorenz ein steter Gefahrenherd am Kreis und Bibiana Huck wie gehabt eine Bank vom Punkt.

Der Lohn: eine 16:11-Halbzeitführung, die aber nach der Pause schlampig verwaltet wurde. Nach zwei Fehlwürfen und zwei Zeitstrafen war Markranstätt beim 18:15 (38.) wieder „dran“. SCM-Trainer Löther hatte seine Abwehr noch offensiver („Wir mussten irgendwas tun“) eingestellt, was den plötzlich wieder verunsicherten Fritzlarerinnen überhaupt nicht behagte. „Wir haben zu statisch gespielt und uns ohne Ball zu wenig bewegt“, kritisierte Viktoria Marquardt. Und hätte sich den Nervenkitzel nach Conrads Treffer zum 22:20 (50.) gerne erspart.

Also musste es mal wieder ihre Abwehr richten. Besonders Torfrau Vanessa Maier, die sich auch von Funkes Kopftreffer nach elf Minuten nicht beirren ließ. In der 53. Minute parierte sie zunächst einen Siebenmeter von Jenice Funke, um danach Anna Dietrich eine freie Chance weg zu nehmen. Zwei von insgesamt 14 Paraden nach der Pause, die für Torsten Löther schließlich „den Unterschied machten“. Esther Meyfarth sah das natürlich etwas differenzierter. Wusste aber auch, „dass wir über 60 Minuten im Angriff unsere Leistung abrufen müssen.“ • Fritzlar: Maier (20 Paraden/21 Gegentore), Gürbig (11.-15., 1/4); Dietrich 1, Holeczy 1, Huck 6/4, Puntschuh, Lorenz 3, Horn 3, Kerwin 3, Meyfarth 4, Duknauskaite 2, Dreyer 2, Kiwa, chmurski 1. Markranstädt: Laneus (5/15), Detjen (ab 30., 6/11); Müller 9/4, Schmidt 2, Dietrich 3, Smolik 3, Paluszkiewicz 1, Funke 1, Conrad 6, Kathner, Havel, Paul. SR: Große/Kreutz. Zeitstrafen: 8:4-Minuten. Siebenmeter: 5/4:6/7.

Von Ralf Ohm hna.de 05.11.2017

Germania Fritzlar beim 22:19 gegen Aufsteiger Chemnitz mit viel Mühe

Fritzlar. „Wir haben uns zusammengerauft“, erklärte Torschützin Lena Dietrich das Erfolgsrezept des SV Germania Fritzlar beim 22:19 (10:9)-Erfolg über Drittliga-Aufsteiger Chemnitz.

 

Unwiderstehlich: Fritzlars Linksaußen Lena Dietrich (Mitte) setzt sich hier gegen die Chemnitzerinnen Anja Noack (l.) und Anna Leibnitz durch und erzielt einen ihrer neun Treffer.

© Hahn
Das war allerdings auch bitter nötig, als die Gäste nach 47 Minuten durch Anja Noack mit 17:16 in Führung gingen und dank Horns Zeitstrafe auch noch in Überzahl waren. Fritzlar schwamm und der hoch motivierte Außenseiter spürte das. Fritzlar reagierte auf derlei Schwächen aber auch im Stil einer Spitzenmannschaft, blieb ruhig, rührte in der Abwehr endgültig Beton an und ließ den Neuling abblitzen. Hoßmangs letztes Führungstor der Gäste zum 17:18 ließen die Domstädterinnen einen 4:0-Lauf folgen - und prompt war die Partie entschieden. Wiederum eine Hauptrolle spielte dabei Linksaußen Dietrich, die zwei Gegenstöße sicher verwandelte. Die konnten die tapferen Ostdeutschen in Unterzahl bei drei Zeitstrafen hintereinander nicht mehr verhindern. „Das war der Knackpunkt“, wusste HV-Trainer Thomas Sandner.

Bis dahin hatten seine Schützlinge das sonst so gefährliche Fritzlarer Umschaltspiel höchst effektiv unterbunden. Und damit dem Tabellenzweiten das Torewerfen sehr schwer gemacht, denn dessen Positionsangriff kam zunächst überhaupt nicht auf Touren. „Unsere Wurfausbeute war eine Katastrophe“, ärgerte sich SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Dazu gesellte sich ein Fehlerfestival im Aufbauspiel und Tempogegenstoßpässe, die nicht ankamen. Einziger Lichtblick: Lena Dietrich, die über außen verlässlich einlochte. Ihr sechstes Tor bescherte den Domstädterinnen zumindest eine 10:9-Pausenführung und die Chance zur Besinnung.

Durch drei Treffer in Folge zum 14:11 durch Esther Meyfarth, Vilte Duknaukaite und Bibiana Huck (36.) schienen sie sich in der Tat nach dem Wechsel frei zu schwimmen. Ein offensives Strohfeuer, mehr nicht, denn die Gäste kamen prompt zurück, weil sie die technischen Fehler der Fritzlarerinnen zu nutzen wussten. Da war selbst die starke Torfrau Vanessa Maier machtlos, die hielt, was zu halten war. Und mehr, als ihre Vorderleute in den Momenten der Not noch enger zusammen rückten.

So war der Jubel nach dem Schlusspfiff von Erleichterung geprägt. Und von Marquardts Erkenntnis, „dass wir im Angriff einfach noch Zeit brauchen.“ Die will sie ihren Schützlingen geben. Und bis dahin so viele Punkte holen wie möglich. Was bisher ganz hervorragend gelang. Nur die HSG Gedern/Nidda hat nach sechs Spielen mehr gesammelt - und die spielt im Gegensatz zur Germania schon fast an ihrem Limit. • Fritzlar: Maier (15 Paraden/19 gegentore), Gürbig (n.e.); Dietrich 9, Holeczy, Ahrend, Puntschuh, Lorenz 2, Horn 2, Kerwin 2, Meyfarth 1, Duknaukaite 2, Kiwa, Chmurski 1, Huck 3/3, Dreyer. Chemnitz: Wähner (13/21), König (0/1); Noack 2, Sandner, Hoßmang 3, Lucka 6, Schumann, Streit, Weingardt 1, Breßler 2/1, Leibnitz 2, Grützmann 3. SR: Gimmler/Rips. -Z.: 400. Zeitstrafen: 4:10-Minuten. Siebenmeter: 4/3:1/1.

Ralf Ohm. hna.de 29.10.2017

HEIMSPIELZEIT

Kerwin behält die Nerven

Kleenheim. Spannung bis in die Schlusssekunden. Lena Kerwin sorgte bei ihrem Comeback nach langer Verletzungspause für Jubel bei den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Die Rechtsaußen blieb cool und erzielte Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Treffer zum 22:21-(9:9)-Erfolg bei der SG Kleenheim. Die Gastgeberinnen kassierten damit ihre erste Saisonniederlage, während die Germania nach dem dritten Sieg in Folge auf den zweiten Tabellenplatz kletterte.

Lena Kerwin (Archivfoto Hahn)

„Es war ein enges Spiel mit vielen Fehlern. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen“, sagte SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Die Mittelhessen, bei denen Julian Reusch sein Trainerdebüt gab, erwischten jedoch den besseren Start, woran auch ein gehaltener Siebenmeter von Lea Gürbig nichts änderte. Angetrieben von der starken Spielmacherin Nina Hess und der torgefährlichen Halblinken Tamara Heinzelmann, die zusammen 17 der 21 Kleenheimer Treffer erzielten, führten die Gastgeberinnen 5:3 (13.) und 6:4 (15.), bevor die Germania nach einer Auszeit von SVG-Coach Marquardt besser ins Spiel fand.

Neben Vilte Duknauskaite, die vor allem aus der zweiten Reihe für Torgefahr sorgte, wusste dabei vor allem Neuzugang Franziska Chmurski zu gefallen. Die Spielmacherin musste die überragende Esther Meyfarth ersetzen, die nach einem Schlag auf die Lippe zunächst behandelt werden musste. „Sie hat sich tadellos eingefügt, war torgefährlich und hat ihre Mitspielerinnen gut in Szene gesetzt“, lobte Marquardt. Als die Regisseurin zum 9:8 (25.) traf, hatte die Germania die Partie gedreht.

Allerdings vermochten sich die Domstädterinnen nicht weiter abzusetzen. Zwar erspielte sich die Germania – angeführt von der zurückgekehrten Meyfarth – zwischenzeitlich beim 15:13 (42.) und 20:18 (51.) eine knappe Führung, die die Gäste jedoch immer wieder egalisierten. Auch, weil Fritzlar beste Chancen ungenutzt ließ und von den Außenpositionen kaum Torgefahr ausstrahlte. Erst Kerwin sorgte für die Entscheidung.

Die Grundlage für den vierten Saisonsieg legte die Germania abermals in der Abwehr. Hier hatte die 6:0-Formation die starke Kreisläuferin Katharina Wagner, der nur ein Treffer gelang, vollkommen im Griff. Zudem zeigte Vanessa Maier im Tor erneut eine starke Leistung. „Ich bin sehr stolz, wir haben in der Abwehr überragend gearbeitet“, freute sich Marquardt. • Fritzlar: Maier, Gürbig - Dietrich, Huck 3/3, Ahrend, Puntschuh, Lorenz, Horn 2, Kerwin 1, Meyfarth 8, Duknauskaite 5, Dreyer, Chmurski 3. Siebenmeter: 8/9: 3/3. Zeitstrafen: 4:8 Minuten. (mgx) hna.de 22.10.2017

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