SV Germania Fritzlar 1976 e.V.

Fritzlar gewinnt Spitzenspiel dank Abwehrleistung - SVG-Angriff mit Problemen

Fritzlar. In der 55. Minute drohte die Partie zu kippen. Nachdem Ober-Eschbachs Juliane Grauer zum 16:17-Anschluss getroffen hatte, bot sich dem Gast durch Lisa Lichtlein die Gelegenheit zur Wende.

Machte in der Schlussphase alles klar: die Fritzlarerin Esther Meyfarth (r.) , die hier Lisa Lichtlein (Ober Eschbach) entwischt und einen ihrer fünf Treffer erzielt. © Hahn

„Den Grundstein haben wir in der Abwehr gelegt“, freute sich Doch die Linksaußen scheiterte zweimal völlig frei an Torhüterin Vanessa Maier. Während im Gegenzug Vilte Duknauskaite und Esther Meyfarth den 21:17 (10:8)-Erfolg der SV Germania Fritzlar im Spitzenspiel der 3. Liga Ost klar machten. Spielmacherin Meyfarth. Dabei hatte SVG-Trainerin Viktoria Marquardt hier für eine Überraschung gesorgt und statt der etablierten 6:0-Deckung mit einer 5:1-Formation aufgewartet, in der Vilte Duknauskaite als Vorgezogene agierte. „Sie hat das überragend gemacht“, lobte Marquardt den Neuzugang.

Weniger Spaß hatten die Gäste. Der Aufstiegsaspirant verzweifelte regelrecht an der SVG-Defensive. Erst nach zehn Minuten gelang Linksaußen Lichtlein beim 1:3 der erste Treffer. Vor allem der Rückraum um Grauer und die Ex-Kirchhoferin Andrea Mertens agierte blass. Die Südhessinnen blieben allerdings in Reichweite, weil sich die Germania im Angriff nicht für ihre starke Abwehrarbeit belohnte. Zu häufig liefen sich Duknauskaite und Franziska Chmurski, die die früh mit zwei Zeitstrafen belastete Melina Horn ersetzte, in der 6:0-Deckung der TSG fest.

„Wir haben zu wenig Druck erzeugt. Uns fehlte die Durchschlagskraft“, erklärte Meyfarth, während ihre Trainerin 40 Fehlwürfe gezählt hatte: „So kannst du eigentlich kein Spiel gewinnen.“

Dass es der Germania doch gelang, war der konstant starken Defensivleistung zu verdanken. Und der überragenden Maier. So lag das Team von Trainer Jankovic nur beim 13:12 (48.) durch Lichtlein in Führung. Dann belebte die Hereinnahme von Horn den SVG-Angriff wieder, die zusammen mit Meyfarth (2) die Partie zum 15:13 (52.) drehte. Allerdings verpassten es die Gastgeberinnen, nach Hucks Treffer zum 17:14 (54.) alles klar zu machen. Also musste Torfrau Maier nochmal ran. • Fritzlar: Maier (1.-60. Min., 19 Paraden/21 Gegentore), Gürbig;- Dietrich 1, Holeczy 1, Huck 6/5, Ahrend, Puntschuh 3, Lorenz, Horn 2, Meyfarth 5, Duknauskaite 3, Dreyer, Kiwa, Chmurski. Ober Eschbach: Naß (1.-54., 7/16), Baranowska (54.-60., und bei zwei 7m, 3/5); Schwiering 3, Bils, Lichtlein 4/2, Zsigmond, Özer, Grauer 4, Pfeil, Mertens 1, Szymanska 2, Orban 1, Fesdorf 2. Siebenmeter: 5/5:2/2. Zeitstrafen: 10:10-Minuten. SR: Heine/Standke (Braunschweig/Friedland). Zuschauer: 250.

Von Marcel Glaser // hna.de 04.10.2017

HEIMSPIELZEIT

Dreyer verhindert Spannung

Fritzlar. So ist das mit Auftaktspielen. Wenn der Meisterschaftsanwärter unter seinen Möglichkeiten bleibt. Wenn ein Aufsteiger frech dagegen hält. Und wenn der Favorit am Ende einfach nur froh ist, gewonnen zu haben. „Da ist Luft nach oben“, sagte Trainerin Viktoria Marquardt. Wohlwissend, dass sich das 24:15 (13:8) ihres SV Germania Fritzlar in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen gegen die HSG Plesse-Hardenberg eindeutiger anhört, als es war.

Es gab viel Widerstand: Franziska Chmurski (hier gehalten von Plesse-Hardenbergs Devi Chiara Hille), die ein anständiges Debüt gab, und der SV Germania Fritzlar feierten zum Auftakt einen Arbeitssieg. Foto: Hahn

Denn der Neuling aus Niedersachsen erwies sich als ein härterer Gegner als erwartet. Das Team von Coach Tim Becker begann unaufgeregt und defensivstark. Mit der Folge, dass die HSG durch Treffer von Kreisläuferin Isabel Marienfeld, Abwehrchefin Maike Rombach und Vorkämpferin Marilena Henne mit 3:1 führte (7.).

„Wir haben mutig dagegengehalten“, freute sich Becker über die ersten Minuten der HSG als Drittligist. Fritzlar hingegen fehlte die Kaltschnäuzigkeit. Vilte Duknauskaite verwarf (1.), Franziska Chmurski scheiterte an Torfrau Carolin Menn (3.), ehe wiederum Duknauskaite nur den Querbalken traf (5.). Das war der erste von neun Würfen, die an Pfosten oder Latte gingen. „Da müssen wir dran arbeiten. Ein stärkerer Gegner hätte unsere Schwächen ausgenutzt“, haderte Marquardt.

100 Sekunden brauchte ihr Team, um den Arbeitssieg auf den Weg zu bringen. Drei Siebenmeter waren’s, die Bibiana Huck gewohnt sicher verwandelte und den SVG mit 5:3 in Führung warf (11.). Neuzugang Franziska Chmurski und nach einem Jahr Verletzungspause gleich in der Anfangsformation Kreisläuferin Lorena Lorenz (2) holten die Siebenmeter heraus. „Dabei und bei den Zeitstrafen war Fritzlar cleverer. Da müssen wir noch lernen“, wusste Becker einen Unterschied im vermeintlich ungleichen Duell auszumachen.

Aufseiten des SVG wurde die Leistung erst langsam besser. Dafür verantwortlich vor allem die Hereinnahme von Janina Dreyer. Die Halblinke führte sich mit drei Treffern in Serie zum 11:7 (26.) gut ein. „Ein Lichtblick“, lobte die Trainerin. Ansonsten verhinderten einige Unkonzentriertheiten, dass die Niedersächsinnen nun stets einem Rückstand hinterherliefen. Gleichwohl änderte sich an dem Abstand zur Pause (13:8) und danach über 14:10 (36.) und 17:13 (49.) wenig. Als Knackpunkt machte Tim Becker die Phase dazwischen aus, in der Huck und Xenia Ahrend für die Germania erfolgreich waren und sein Team sich unnötige Ballverluste leistete.

Das rächte sich, denn in der Schlussphase schlossen die Gastgeber zielstrebiger ab. Angeführt von Janina Dreyer, die besonders sehenswert zum 21:14 in den Winkel traf (54.), und mit Chmurski dem zweiten Lichtblick fiel der Arbeitssieg doch noch klarer aus als er war. • Fritzlar: Maier (11 P./14 GT), Gürbig - Dietrich 2, Huck 6/3, Ahrend 2/1, Puntschuh 1, Lorenz 1, Horn 1, Duknauskaite, Dreyer 7, Kiwa, Chmurski 4. Plesse-Hardenberg: Menn (5/19), Röhrs (1/5, ab 52./bei einem 7 m) - Bühn, Hemke 1, Rombach 4, Schob, Henne 4, Hille 1, Marienfeld 2, Strahlke 1, Breiding, Kurzbuch 2, Al Najem, Kunze. SR: Bendel/Schulte-Coerne. Z: 250. Siebenmeter: 6/4:0. Zeitstrafen: 4:10 Minuten.

Von Sebastian Schmidt (hna.de 17.09.2017)

ES GEHT WIEDER LOS !!!

6. Domstadt-Cup in Fritzlar

BVB verteidigt Pokal ganz souverän19:15 im Finale gegen Leverkusen – Bad Wildungen Vipers Dritter – starke Torhüterinnen

Fritzlar. Der BVB und der Domstadt-Cup – das passt. Einmal mehr waren die Dortmunder Handballerinnen nicht zu stoppen und gewannen alle ihre Spiele. „Nach einer Woche Trainingslager hatten wir überraschend viel Kraft. Und das Turnier wird von Mal zu Mal besser“, lobte Trainerin Ildiko Barna ihr Team und die Gastgeber.


Voller Einsatz: Fritzlars Neuzugang Vilte Duknauskaite (am Ball) wird hier von Rödertals Sarolta Selmeci angegriffen. Die Partie gewann der Erstligist mit 23:13. Foto: Hahn

Das Finale
Starke Abwehrreihen gaben den Ton zwischen Dortmund und Bayer Leverkusen an. Den Unterschied machte Clara Woltering aus, die für den BVB 13 Paraden zeigte. Bis zur Pause (7:6) war es ein Vergleich auf Augenhöhe. Dann gab Svenja Huber Gas und brachte die Schwarz-Gelben per Doppelpack auf die Siegerstraße. Leichte Tore gelangen danach Nadja Mansson (5), so dass Bayer nicht mehr zurückkam. Auch die Ex-Wildungerin Johanna Stockschläder traf für das Barna-Team beim 19:15. Sally Potocki (5/3) und Kim Berndt (4) waren die treffsichersten Leverkusenerinnen.


Der dritte Platz
Leichtes Spiel hatte die HSG Bad Wildungen Vipers gegen den HC Rödertal. Das Bremmer-Team führte bereits mit 7:0 nach zehn Minuten – im Tischtennis wäre das ein Kurzsatz gewesen. Torfrau Rinka Dujindam zeigte bis dahin sechs und am Ende 13 Paraden. Im Mittelblock leisteten Tamara Haggarty und Sabine Heusdens sowie später Lisa-Marie Preis Schwerstarbeit. Die Tore warfen Frankova 3, Rösicke 2, Spielvogel 2, Heusdens 1/1, Nieuwenweg 3/2, Haggerty 2, Schmidt-Robben 3, Vasilescu 3/2 und Bachmann 1. Für Rödertal waren Margeviciute 1, Nagy 2, Selmeci 2/2, Bösch 3/1, Nepolsky 1 und Rode 1 erfolgreich.
Das Spiel um die Ehre
Eigentlich hätte Germania Fritzlar ein Spiel gewinnen müssen. Angetrieben von den eigenen Fans lag das Marquardt-Team gegen den TuS Linfort stets vorn. Die Partie war ziemlich ausgeglichen. Mit zunehmender Spielzeit schlichen sich Flüchtigkeitsfehler ein und Fritzlar wurde immer hektischer. Vivien Gosch zog dem SVG dann den Zahn. Lintforts Torfrau zog die Bälle magisch an und hielt gleich bei einer Hand voll Eins-gegen-eins-Situationen glänzend. Dadurch wendete der Tus das Blatt zum 17:16. Die Tore für Fritzlar erzielten Huck 1/1, Ahrend 1, Meyfarth 1, Puntschuh 3, Dietrich 3, Horn 2 und Duknauskaite 5.


Die Vorrunde
Starke Torhüter-Leistungen prägten bereits die Vorrunde. Mit der 210-fachen Deutschen Nationalspielerin Clara Woltering hatte der BVB ein Ass im Ärmel. Dem stand etwa Leverkusens Branka Zec in kaum etwas nach. Das war in zwei Partien auch bitter notwendig. Dortmund hatte zum Abschluss in der Gruppe A gegen die FSG Mainz 05/Budenheim viel Widerstand zu brechen. Der Zweitligist von Trainer Thomas Zeitz lag sogar bis kurz nach der Pause mit einem Tor vorn. Erst dann drehte der BVB um seinen starken Neuzugang Irene Espinola Perez den Spieß um und siegte 22:16. Beim 17:13 gegen die Vipers hatte Dortmund zuvor weniger Mühe gehabt.
Die härteste Nuss in der Gruppe B hatte Bayer nicht etwa mit Liga-Rivale Rödertal (21:14) zu brechen, sondern am ersten Abend gegen den TV Beyeröhde. Der Zweitligist präsentierte sich auf Augenhöhe. Hauptsächlich der starken Rückraumspielerin Jennifer Rode verdankte Leverkusen einen 21:19-Erfolg.


HNA Online vom 13.08.17
Von Moritz Minhöfer

Seite 1 von 9

Suche

Wer ist online

Keine registrierten Benutzer online
Gäste: 48

SVG : HSV Marienberg

Germania Express

Saisonheft 17/18

Unterstützer



























Zum Anfang