SV Germania Fritzlar 1976 e.V.

Noch ein VIZE-MEISTER

SVG II - Frauen Landesliga Nord

Schwalm-Eder. Die Sensation ist perfekt. Die Landesliga-Handballerinnen des TSV Wollrode haben sich mit einem 22:20-Coup beim Tabellenzweiten HSG Wesertal den Klassenerhalt gesichert und der Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar so zum zweiten Tabellenplatz verholfen.
TSV Heiligenrode - SV Germania Fritzlar II 26:36 (13:17).
Zum Saisonabschluss boten die Domstädterinnen eine starke Leistung und sicherten sich durch den Überraschungserfolg von Wollrode noch den zweiten Tabellenplatz. „Vor allem in den ersten zehn Minuten haben wir Heiligenrode klar dominiert“, freute sich SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Dann ließ die Drittliga-Reserve die Zügel etwas schleifen, so dass die Gastgeberinnen zweimal ausgleichen konnten.
 

 
Nach Wiederanpfiff ließ die Germania, bei der SVG-Übungsleiterin Marquardt allen Spielerinnen ausgiebig Einsatzzeiten gewährte, keine Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen und zog kontinuierlich davon. „Das war ein schöner Saisonabschluss für alle“, freute sich die SVG-Übungsleiterin nach der Partie. Zu überzeugen wussten bei der Germania erneut Anna Reinke und Kathrin Bänfer, denen zusammen 15 der 36 Fritzlarer Treffer gelangen, sowie Linksaußen Jana Giebisch.
Tore SVG II: Reinke 7, Frank 2, Ringleb 1, Giebisch 5, Naumann 5/1, Lorenz 5/2, Bänfer 8, Lattemann 3.

Sie hat fast alle Ziele erreicht

Jessica Kleinmann feierte mit Kirchhof und Bad Wildungen
fünf Aufstiege - Schönes Ende in Fritzlar

08.05.15 - 17:08 Von Sebastian Schmidt

Felsberg. Es ist nicht überliefert, ob Rumpel vor Freude einen Salto gemacht, sich einen Ball zum spielen geschnappt oder einfach nur ausgiebig mit Frauchen geschmust hat. Sicher ist hingegen, dass die siebenjährige Bulldogge heilfroh ist, dass sich Jessica Kleinmann nun mehr Zeit für den Vierbeiner nimmt. Denn die 31-Jährige hat ihre Laufbahn als Handballerin beendet.
 

„Ich brauche mehr Freizeit, möchte neue Impulse in meinem Leben setzen, Yoga lernen“, sagt die Felsbergerin und ergänzt: „Meine Karriere war ein einziger Erfolg.“ Klar, wer fünf Mal auf-, aber nie absteigt. Wer nie verletzt fehlte und stets von Mitspielerinnen und Fans geschätzt wurde, kann nicht viel falsch gemacht haben. „Jessi war ein absoluter Vollprofi und hat besonders die jüngeren Mädels stets an die Hand genommen. Sie war die fitteste Spielerin, die ich je bei uns gesehen habe“, lobt Fritzlars Abteilungsleiter Steffen Schmude. Das ist das Resultat von unbändigem Ehrgeiz. Während andere im Sommer Urlaub machten, flitzte Kleinmann über die Feldwege um Felsberg und machte Extra-Einheiten Sprints. Leichtathletik war auch der Sport, den ihr ihr Vater ans Herz gelegt hatte. Wenn die Eltern in Duisburg wohnen geblieben wäre, hätte sie allerdings wohl die Liebe zum Rollkunstlauf entdeckt, denn dabei waren Papa Detlef und Mama Simone Anfang der 70er Jahre deutsche Meister im Paarlauf.
Doch eine Schulfreundin nahm Jessi im Alter von zwölf Jahren mit ins Handball-Training zur HSG Gensungen/Felsberg. Ein Kulturschock, denn dort spielten viele seit den Minis und in der Kreisauswahl. Der Anfang war kein Zuckerschlecken für Jessi, die sich als Kreisläuferin versuchte. Trotzig notierte sie in ihrem Tagebuch: Denen zeige ich es und werde später 1. Liga spielen. Das gelang 2011 mit der HSG Bad Wildungen, mit der sie von der Landesliga durchmarschiert war und vier Aufstiege feierte - als torgefährliche Rechtshänderin auf Rechtsaußen. Auch mit ihrem vorigen Verein, der SG 09 Kirchhof, bejubelte sie den Sprung in die 1. Liga (2004). Damals noch mit dem Status Talent versehen. Lernwillig ist sie geblieben und wurde bei Germania Fritzlar in den vergangenen zwei Jahren als Linksaußen eingesetzt. Wirksam, denn hinter Laura Denecke (108) war die Tempogegenstoßspezialistin die zweitbeste Torschützin (94) beim Vizemeister der 3. Liga Ost. Ein schöner Erfolg zum Abschluss. Ob sie wirklich alles erreicht hat? „Ich wollte immer 1,70 Meter groß werden, bin aber nicht mal 1,60 Meter geworden“, sagt sie und lacht. Für Bulldogge Rumpel ist Jessica Kleinmann ganz sicher die Größte, seitdem sie nicht mehr täglich die Sporttasche packt.

Vize-Meisterschaft schöner Erfolg

SVG-Trainerin Viktoria Marquardt zieht im HNA-Interview
positive Saisonbilanz ihrer Doppelbelastung

  Von Ralf Ohm HNA 29.04.15 - 18:21

Fritzlar. Ende gut, alles gut. Der SV Germania Fritzlar hat die Saison in der 3. Handball-liga Ost als Vize-Meister beendet und feiert das als „schönen Erfolg“. Das und einiges mehr offenbart Trainerin Viktoria Marquardt im HNA-Interview. Die ehemalige Bundesliga-Spielerin wurde nach dem überraschenden Rücktritt ihres Vorgängers ins kalte Wasser geworfen und schwamm sich frei.

Viktoria Marquardt, darf ich Ihnen zur Vize-Meisterschaft in der 3. Liga Ost gratulieren?
Viktoria Marquardt: Natürlich, das ist ein schöner Erfolg.
Es gibt auch Mannschaften, die würden mit einem zweiten Platz und dem verpassten Titel hadern.
Marquardt: Wir nicht, denn wir können mit dem zweiten Platz sehr gut leben. Zumal die Bedingungen nicht einfach waren. Es gab viel Unruhe von außerhalb und zu Beginn der Saison viele Verletzungen.
War nicht vielleicht doch etwas mehr drin?
Marquardt: Wenn man uns unsere Arbeit hätte machen lassen, ohne ständig die Leistungen der Mannschaft zu kommentieren, wäre der ein oder andere Punkt mehr drin gewesen. Doch insgesamt war Meister Kirchhof das konstantere Team und hatte mit Cristina Mihai und Marieke Blase die alles überragenden Spielerinnen.
Die Mannschaft ist frühzeitig informiert worden, dass der Aufstieg für den Verein nicht zu stemmen ist.
Trotzdem hat‘s bei ihr keinen Motivationsknick gegeben. Warum?
Marquardt: Weil der Vorstand von Anfang an offen und ehrlich war. So wurde keine Spielerin unter der Prämisse geholt, dass wir aufsteigen wollen. Fakt ist, dass dafür kein Geld da ist und das wusste jeder. Weiterhin verfügt die Mannschaft über eine erstaunliche Moral. Und die Spielerinnen konnten sich ohne Druck persönlich weiter entwickeln.
Was haben Sie dazu beigetragen?
Marquardt: Ich hab‘ versucht, meine Erfahrungen als Erst- und Zweitliga-Spielerin einzubringen. Weiterhin war es mir wichtig, zu jeder Spielerin ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, also bei schlechten Spielen nicht gleich drauf zu hauen sondern erst mal zu fragen, was möglicherweise dahinter steckte. Ich denke, meine offene und emotionale Art wurde gut aufgenommen.
Auffällig war mal wieder die Abwehrstärke des Teams. Worauf führen Sie die zurück?
Marquardt: Abwehr ist Willenssache und die Mädels haben diesen Willen. Und mit Esther Meyfarth eine überragende Abwehrchefin. Dazu kommt mit Maier/Auel das meiner Meinung nach beste Torhüter-Duo der Liga.
Wie fällt Ihr persönliches Fazit einer Saison aus, in er Sie plötzlich zur Trainerin der ersten Mannschaft befördert wurden?
Marquardt: Das habe ich in der Tat nicht erwartet, ich wollte erst als Co-Trainerin in diese Rolle reinwachsen. So habe ich wertvolle Erfahrungen gesammelt, schöne und weniger schöne.
Nämlich?
Marquardt: Schön war etwa die Unterstützung durch unseren Vorstand, aber auch dass mir die Mannschaft mein Vertrauen in sie zurück gezahlt hat. Weniger schön fand ich die öffentliche Kritik, mit der ich erst fertig werden musste.
Sie hatten ja mit einigen Ihrer Spielerinnen wie etwa Sabine Kirmse noch zusammen gespielt. Gab‘s da keine Autoritätsprobleme?
Marquardt: Nein. Die Mannschaft hat mich ja selbst als Trainerlösung vorgeschlagen.
Wie oft waren Sie in der Woche als Trainerin der ersten und der zweiten Mannschaft in der Halle?
Marquardt: Viermal, wobei ich an zwei Tagen beide Teams trainiert habe.
Wie haben Sie diese Doppelbelastung gemeistert?
Marquardt: Anscheinend ganz gut. Wir sind mit der ersten Mannschaft Zweiter geworden und mit der zweiten können wir das in der Landesliga auch noch schaffen. Da Handball mein Leben ist, habe ich das mit Liebe und Leidenschaft durchgezogen.
Sie machen gerade Ihren Trainerschein. Was nehmen Sie aus den Erfahrungen der letzten Saison mit für Ihre künftige Trainerkarriere?
Marquardt: Dass man als Drittliga-Trainer zeitlich arg gefordert ist. Videoanalyse, detaillierte Trainingsvorbereitung, Einstellung auf den Gegner - da kommt mehr auf einen zu, als das Training zu leiten. Das hatte ich unterschätzt. Doch nun weiß ich, wie groß der Zeitaufwand ist und das habe ich anderen zu Beginn ihrer Trainerausbildung voraus.

 

Emotionale Abschiedsgala

3.Liga Ost: SVG sichert sich mit 29:23-Sieg
über Blomberg-Lippe II die Vizemeisterschaft
 
  Von Marcel Glaser

Fritzlar. Die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben sich die Vizemeisterschaft in der 3.Liga Ost gesichert. Das Team von Trainerin Viktoria Marquardt bezwang zum Saisonende die Bundesliga-Reserve der HSG Blomberg-Lippe mit 29:23 (13:14).
 
Besonders emotional wurde es dann nach dem Abpfiff bei der Verabschiedung der scheidenden Spielerinnen Jessica Kleinmann, Sabine Kirmse, Maria Pirvan und Jana Kurzbuch. „Keiner hat uns zugetraut, dass wir die Saison auf dem zweiten Platz beenden“, erklärte eine ergriffene SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Für die 32-Jährige war das letzte Saisonspiel ein besonderer Moment. In der nächsten Saison wird Frank Mai das Drittliga-Team der Domstädterinnen betreuen.
„In der Kabine hingen Fotos von allen Spielerinnen und da ist einem bewusst geworden, wie lange wir schon zusammen gespielt haben“, erzählte SVG-Linksaußen Kleinmann, „daher waren wir vor dem Anpfiff schon sehr emotional und nervös.“
Das zeigte auch der weitere Spielverlauf. Blombergs Halbrechte Leoni Oehme, Spielmacherin Larissa Petersen und die Bundesliga-erfahrene Gordana Mitrovic brachten die Ostwestfalen schnell mit 4:1 (10.) in Führung, ehe die Germania nach einer Auszeit durch Marquardt besser ins Spiel fand. Die quirlige Lisa-Marie Berz und Rechtsaußen Jana Kurzbuch sorgten beim 6:5 (16.) erstmals für die eigene Führung, doch die Bundesliga-Reserve konterte umgehend zum 9:6 (20.). Beim 10:10 durch Melina Horn (23.) war die Marquardt-Sieben zwar wieder auf Augenhöhe, dank der starken Mitrovic gingen die Gäste aber mit einer knappen Führung in die Halbzeit.
Nach der Pause steigerten sich die Domstädterinnen. So drehten Berz, Kurzbuch, Laura Denecke und Kleinmann einen 14:15-Rückstand zur eigenen 19:15 Führung. „In der zweiten Halbzeit sind wir an Fritzlars Abwehrbollwerk gescheitert und hatten dem schnellen Umschaltspiel nichts entgegenzusetzen“, bekannte Gäste-Trainerin Barbara Hetmanek. In der Tat fanden die Gäste nur noch selten ein Mittel gegen die kompakte SVG-Deckung, hinter der Vanessa Maier im Tor zur Höchstform auflief.
Beim 24:20 (47.) war die Partie noch offen, ehe die Germania durch Janina Dreyer, Johanna Fischer und Kleinmann beim 27:20 (54.) für die Vorentscheidung sorgte. Und somit für einen gelungen Abschied, den sich die scheidenden Spielerinnen so sehr verdient hatten.
Fritzlar: Maier (1.-52., 15 Paraden/20 Gegentore), Auel (4/3.) - Kleinmann 6, Lorenz, Kirmse 1, Kurzbuch 4, Huck, Fischer 2, Pirvan, Puntschuh, Horn 4, Berz 5, Denecke 5/4, Dreyer 2. Blomberg-Lippe II: Jackstadt (1.-60., 6/29), Picherer - Oehme 5, Nelissen 2, Petersen 5/3. Schriever 3/2, Ziegenbein, Mitrovic 4, Hagemeyer, Puls 2, Janda, Brinkmann, Reiche 2. SR: Bergner/Specht (Hameln).
Zeitstrafen: 2:6 Min. - Z.: 300. Siebenmeter: 4/6 - 2/4.
Fotos folgen.

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